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Bannervorlesung – Prof. Birgit Glasmacher

Wie verhindert man, dass künstliche Herzklappen verschleißen oder verkalken? Professorin Birgit Glasmacher verknüpft Medizin und Ingenieurwissenschaften miteinander.

Prof. Birgit Glasmacher

Prof. Birgit Glasmacher

Prof. Birgit Glasmacher

Die Professorin in Hannover bringt Maschinenbauern die Biomedizintechnik bei. Sie bildet im Masterstudiengang Biomedizintechnik die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure aus, die im späteren Berufsleben einmal Prothesen, Labortechnik oder medizinische Messgeräte entwickeln. Apparatebau und Anlagentechnik, Energie- und Verfahrenstechnik stehen neben Biomedizintechnik bei Prof. Glasmacher auf dem Stundenplan. Auch mathematische und naturwissenschaftliche Grundlagen kommen dabei nicht zu kurz.

Die Professorin untersucht in ihrer Forschungsarbeit an ihrem Institut für Mehrphasenprozesse der Leibniz Universität Hannover unter anderem, wie künstliche Herzklappen vor Verschleiß oder Verkalkung geschützt werden können. Dazu hat Prof. Glasmacher ein spezielles Testgerät entwickelt, mit dem die Schwachstellen in den künstlichen Klappen aufgespürt werden. Die Forschung rund um die Biomedizintechnik an der Universität Hannover wandert außerdem über ihren Schreibtisch. So beschäftigt sich die Ingenieurin auch mit dem Einfrieren von Körperzellen und mit Bioreaktoren, in denen aus körpereigenen Zellen Organe gezüchtet werden sollen.
http://www.ifv.uni-hannover.de/index.php?index_de

Studiengang Biomedizintechnik (M.Sc.)

In der Diagnostik und bei der Behandlung von Patienten und Patientinnen ergeben sich Fragestellungen, für die weder Medizin noch die Biologie alleine geeignete Antworten finden können. Als Teilgebiet des Maschinenbaus entwickelt das interdisziplinäre Fach Biomedizintechnik technische Anwendungen für solche sowohl ingenieur- als auch naturwissenschaftliche Aufgaben. Die Themenfelder erstrecken sich von den biokompatiblen Werkstoffen über Transportprozesse in Gefäßsystemen, Simulation biologischer Prozesse in Organen bis hin zur Bioprozesstechnik und Lasermedizin. Biomedizintechnik verbindet Medizin und Ingenieurwissenschaften. Das Fach umfasst das gesamte Spektrum von Forschung und Entwicklung bis hin zur Anwendung in der Diagnostik und der Therapie am Patienten.

Biomedizintechnik ist auf Grund der technisch orientierten Basis des Studiums an der Fakultät für Maschinenbau angesiedelt. Austausch mit anderen Fakultäten und Kooperationen mit der Medizinischen Hochschule und der Stiftung Tierärztliche Hochschule ermöglichen ein einzigartiges Lehrangebot für die Studierenden. Der Studiengang wurde mit dem Ziel eingerichtet, angehenden Ingenieurinnen und Ingenieuren, die sich in diesem Fachgebiet qualifizieren möchten, technisches und medizinisches Wissen zu vermitteln, da viele Problemstellungen sich über den Bereich der Technik hinaus erstrecken.

Das Masterstudium kann von den Studierenden bei der Wahl der Fächer und im zeitlichen Ablauf weitgehend frei gestaltet werden. Im Pflichtteil des Studiums werden Grundlagen für die Biomedizintechnik vertieft wie beispielsweise Regelungstechnik, Strömungsmechanik oder biokompatible Werkstoffe. Außerdem entscheiden sich die Studierenden im Masterstudiengang für zwei der vier so genannten Wahlkompetenzfelder: Medizintechnik, Bioprozesstechnik, Medizinische Systeme oder Mechatronik und Mikrosysteme in der Biomedizintechnik. Die einzelnen Wahlkompetenzfelder setzen sich jeweils aus zwei Kernfächern und einem Wahlteil mit zwei bis drei Wahlfächern zusammen. Darüber hinaus absolvieren die Studierenden Tutorien und Fachexkursionen. Als Abschluss ist innerhalb einer sechsmonatigen Bearbeitungszeit eine Masterarbeit zu erstellen.

Im Berufssektor der Medizintechnik besteht ein steigender Bedarf an interdisziplinär ausgebildeten Ingenieurinnen und Ingenieuren. Die Absolventinnen und Absolventen werden von biomedizintechnischen, pharmazeutischen und medizinischen Forschungseinrichtungen sowie medizintechnischen Unternehmen dringend benötigt.

http://www.uni-hannover.de/imperia/md/content/zsb/studienfuehrer/biomedizintechnik/biomedizintechnik.pdf


Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover

1831 von dem Gelehrten Karl Karmarsch gegründet, startete die „Höhere Gewerbeschule zu Hannover“ mit nur 64 Schülern. Heute lernen rund 21.000 Studierende die Natur- und Ingenieurwissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover. Die Hochschule ist bekannt für ihre wissenschaftlichen Spitzenleistungen in den Ingenieur- und Naturwissenschaften.

Von Architektur bis Wirtschaftswissenschaften: Neun Fakultäten mit mehr als 160 Studien- und Teilstudiengängen machen die Leibniz Universität Hannover zu einer der größten Hochschulen Niedersachsens. Geeint wird sie durch das Ziel höchster Qualität in Forschung und Lehre. Daran wirken rund 1.100 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie über 300 Professorinnen und Professoren mit. Sie bietet eine Auswahl von rund 80 Studienfächern. Das Studium an der Leibniz Universität Hannover ermöglicht dabei nicht nur die wissenschaftliche Qualifikation, sondern auch praktische Anschauung und fächerübergreifende, vernetzte Systeme.

Bei der Internationalisierung der niedersächsischen Universitäten liegt die Leibniz Universität weit vorne: Etwa 12 Prozent ihrer Studierenden stammen nicht aus Deutschland. Neben vielen internationalen Kooperationen der Leibniz Universität, Austauschprogrammen für Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, gemeinsamen Forschungsprojekten oder Summer Schools bietet auch die Region Hannover mit global agierenden Unternehmen Anknüpfungspunkte für Forschung und Geschäftsbeziehungenweltweit.

Exzellente Forschung ist ein Markenzeichen der Leibniz Universität Hannover. Die Leibniz Universität Hannover verfügt über ein hohes wissenschaftliches Potential. Dies wird durch zahlreiche Forschungsaktivitäten unter Beweis gestellt. Dabei konzentriert sich die Leibniz Universität Hannover auf national und international wettbewerbsfähige Schwerpunkte wie beispielsweise die Medizintechnik, um so das Profil der Hochschule zu schärfen. Die Forschung wird durch die Kooperation mit international führenden Universitäten und Forschungszentren gestärkt. Als Beispiele für besonders erfolgreiche Einrichtungen der letzten Jahre sind die Gründung des Produktionstechnischen Zentrums Hannover (PZH), des Laser Zentrums Hannover (LZH) sowie des Niedersächsischen Zentrums für Biomedizintechnik (NZ-BMT) zu nennen.

Eine der zentralen Einrichtungen der Hochschule ist die Technische Informationsbibliothek und Universitätsbibliothek Hannover (TIB/UB). Die TIB/UB versorgt alle Fakultäten mit Literatur und Fachinformationen in gedruckter und elektronischer Form. Die TIB ist zugleich die Deutsche Zentrale Fachbibliothek für Technik, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik. Als weltweit größte Spezialbibliothek in diesen Fachbereichen stellt die TIB exzellente Bestände zur Verfügung.
http://www.uni-hannover.de/de/index.php
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