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Schiffbau und Meerestechnik

Martitim : Schiffbau und Meerestechnik aus Niedersachsen

Jachten, Reederei und Offshore Windkraft: Niedersachsen ist durch und durch maritim.

Wenn es um Wasser geht, sind die Niedersachsen in ihrem Element. Egal ob Meerestechnik, Offshore-Windenergie oder Schiffbau – Niedersachsen sind Weltmarktführer und auf Erfolgskurs. 300 Kilometer Küste, 39 Häfen, sieben bewohnte Nordseeinseln und 1143 Kilometer Deiche prägen das Bundesland. Und über 40.000 Menschen in 900 Unternehmen arbeiten und forschen hier mit dem Meer.

Experten für Schiffbau

Rettung für Schiffbrüchige beispielsweise naht aus Niedersachsen: Mit den orangenen Rettungsbooten im freien Fall hat sich die Werft Hatecke einen be- kannten Namen gemacht; moderne Rettungskreuzer entstehen in den Schiffsschmieden Fassmer und Lürssen. Der Schiffbau und die Bootswerften in Niedersachsen sind auf Spezialschiffe ausgerichtet. Schicke Jachten baut Abeking und Rasmussen, die Meyer Werft dagegen größte Kreuzfahrtschiffe. Auch die modernen SWATH-Schiffe für den Aufbau riesiger Offshore-Windkraftanlagen stammen aus Nieder- sachsen, ebenso wie Schlepper, Gastanker und Containerschiffe. Auf See sind übrigens 1.680 Schiffe Hamburger und 1.180 niedersächsischer Reedereien.

Schiff ahoi!

Wie man die riesigen Containerpötte über Ozeane steuert, lernen angehende und gestandene Kapitäne am Schiffssimulator im Maritimen Campus Elsfleth. Hier studiert Seemann Nautik, proben Schiffstech- niker das Installieren der Windparks auf hoher See oder das Verzurren schwerer Lasten auf Frachtern. Nicht nur das Know-how, auch neueste Technologie für Windfarmen auf hoher See und das Schürfen in der Tiefe kommt aus Niedersachsen, dem indu- striellen Zentrum der deutschen Meerestechnik. Über den Wellen fangen Offshore-Windparks die steifen Brisen ein. Den Strom vom Meer bis in die Steckdose an Land transportieren bis zu 30 Zentimeter dicke Seekabel – und das fast verlustfrei. NSW - die Norddeutschen Seekabelwerke und Nexans legen auch Internetleitungen in den Meeresgrund. Die Firmen entwickeln nicht nur Spezialkabel, sondern auch umweltschonende Verlegungsstrategien.

Nachrichten

Für Großanleger

Wilhelmshaven, 18.04.2012 Geschäftsführer Jan Miller sieht den größten Containerschiffen der Welt entgegen.

Zwanzig mal acht oder vierzig mal acht Fuß, das ist das Maß aller Dinge im globalen Warenverkehr. 18.000 Standardcontainer fassen die weltgrößten Containerfrachter. Damit sie Deutschland anlegen können, entsteht der Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven.

Kluge Köpfe

Julia Petzold trägt auch als Schiffsoffizierin bei der Arbeit einen Overall.

Allein unter Männern

Steinkirchen, 08.05.2012

Lange taugten Frauen in der Seefahrt nur als Galionsfigur. Bis heute sind weibliche Schiffsoffiziere selten. Silke Nissen kommandiert als Kapitänin einen Öltanker, Julia Petzold hat sich mit 25 zur Zweiten Offizierin hochgedient.

Fehlersuche unter Wasser

Garbsen, 11.01.2012

Wer repariert die Stahlfüße einer Offshore-Windkraftanlage im Meer, die Risse zeigen? Für solche Arbeiten rücken Unterwasserschweißer an, Spezialisten, die schweißen und tauchen können. Ausgebildet werden die Berufstaucher zurzeit im Unterwassertechnikum.

Bauarbeiten im ersten deutschen Offshore-Windpark alpha ventus: Errichtung REpower MI 081 (Quelle: alpha ventus)

Die Windfänger: EWE baut Windparks in der Nordsee

Oldenburg, 09.01.2012

Irina Lucke wird mitten im Meer auf einer Fläche von 850 Fußballfeldern mit 30 Windenergieanlagen die steife Briese einfangen und in Energie umwandeln. Die Oldenburgerin verantwortet bei der EWE AG den technischen Part des Offshore-Windparks „Riffgat“.

Im 330 Meter langen Wellenkanal schwappt eine Welle auf den künstlichen Deich.

Der Wellenbrecher

Hannover, 28.06.2011

Die Welle türmt sich auf, bricht, läuft über den Deich und klatscht lautstark auf die Wand. Stefan Schimmels beobachtet gespannt, wie das Wasser im Wellenkanal auf Sensoren trifft. Er erzeugt Wellen und erforscht die Auswirkungen auf Deiche und Windparks.

Erfolgsgeschichten | Unternehmen

Harald Fassmer führt ein internationales Schiffbau-Unternehmen mit weltweit 900 Mitarbeitern

Maßgeschneidert

Berne, 26.03.2012

Fassmer ist eine der niedersächsischen Spezialwerften. Geschäftsführer Harald Fassmer im Gespräch über die Veränderungen in der Branche, den Hightech-Standort Niedersachsen und die besonderen Anforderungen weltweit einmaliger Schiffskonstruktionen.

Wer auf der Nordsee Strom ernten will, braucht Pioniergeist: Bard Offshore I vor Niedersachsen.

Vom Winde gedreht: Wer auf der Nordsee Strom ernten will, braucht Pioniergeist

Emden, 11.11.2011

Das politische Ziel ist hoch gesteckt, aber der Ausbau der Stromerzeugung vor den deutschen Küsten geht nur langsam voran. Nur ein Unternehmen aus Emden hat sich bislang an die Herkulesaufgabe gemacht und baut den ersten kommerziellen Offshore-Windpark.

ContiTech Elastomer Coatings aus Niedersachsen fertigt Stoffe für die Schutzausrüstung für den optimalen Schutz vor Chemikalien und Gasen.

Niedersachsens Stoffexperten: Rettungsinseln, Schutzanzüge und Dämmmaterial

Northeim, 16.06.2011

In Industriehallen verlaufen sie unter der Decke: Rohre, durch die heiße Flüssigkeiten fließen. Damit sich Arbeiter nicht verbrennen, werden sie isolieret. Eine Bandage von Contitech aus Niedersachsen dämmt, wo bisherige Materialien nicht halten.

Motiv Kampagne Innovatives Niedersachsen: Kein Seemannsgarn: Niedersachsen ist einer der größten maritimen Standorte in Europa.

Segel setzen für die Zukunft: Niedersachsen ist Gastgeber der Nationalen Maritimen Konferenz

Wilhelmshaven, 27.05.2011

Der erste deutsche Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven war Anziehungspunkt für alle, die mit Schiffen, Häfen, Meerestechnik und -forschung zu tun haben. 1.000 Fachleute trafen sich dort am 27. und 28.5.2011 zur 7. Nationalen Maritimen Konferenz.

Neue Produkte

David Zastrau und Tomke Brahms bringen Interessierten Messebesuchern das Forschungsprojekt ROBUST näher. Quelle: Hochschule Emden-Leer

Emder Wissenschaftler tüfteln an zuverlässigen Vorhersagemodellen für Windzusatzantriebe

Emden, 02.05.2012

Steigende Dieselpreise und höhere Umweltauflagen machen Windzusatzantriebe wie Segel und Drachen für Reeder zunehmen interessant. Doch um tatsächlich Geld zu sparen, griffen diese Überlegungen zu kurz, meint Claudia Folkerts von der Hochschule Emden-Leer.

Tilapien hormonfrei züchten, die Universität Göttingen geht neue Wege Quelle: Universität Göttingen

Niedersachsen auf der Hannover Messe: Ohne Hormone Tilapien als Speisefisch züchten

Göttingen, 20.04.2012

Tilapien sind genügsam und wachsen schnell. Vor allem die männlichen Vertreter, was sie für Fischproduzenten interessant macht. Das Problem dabei: um rein männliche Fischschwärme zu bekommen, verfüttern Züchter in nicht EU-Ländern Hormone

Alwin Kocken vor seiner Schälmaschine.

400 Kilogramm Krabben pro Tag

Spieka-Nordholz, 07.11.2011

Eine Krabbenschälmaschine ersetzt flinke Finger: In der Kocken Krabbenhandels GmbH nahe Cuxhaven pult die Maschine täglich 400 Kilogramm der kleinen Garnelen aus der Nordsee aus ihren Schalen.

Technisch einmalig in Deutschland: Der 3-D-Wellengenerator an der Universität Hannover produziert naturgetreue Wellen und Strömung

Seegang aus der Wellenmaschine: Universität Hannover will Deiche und Windanlagen sicherer machen

Hannover, 27.07.2011

Die Universität Hannover hat einen in Deutschland einzigartigen 3-D-Wellengenerator in Betrieb genommen. Mit der 2,4 Millionen teuren technischen Innovation wollen Ingenieure Wellen simulieren, um Küstenschutz und Offshore-Windparks belastbarer zu machen.

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