Wirtschaft und Forschung in Niedersachsen
Niedersachsen ist ein innovationsstarker Standort mit großer Dynamik. Hier entstehen die Technologien, mit denen sich Unternehmen auf dem Markt behaupten – heute und in Zukunft. Autos und Schiffe, Laser und Sensoren, Hörgeräte und Prothesen, Windenergieanlagen und Landmaschinen aus Niedersachsen sind auf der ganzen Welt bekannt und gefragt. Global Player und Mittelstand, alteingesessene Betriebe und aufstrebende Jungunternehmer, Industrie, Handwerk und Dienstleistung prägen die Wirtschaft zwischen Elbe und Weser, zwischen Nordsee und Harz. Exzellente Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen – insgesamt 1.827 Forschungseinrichtungen – sorgen für einen fruchtbaren Wissens- und Technologieaustausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und bilden ein Reservoir an qualifizierten Fachkräften.
Mobilitätsland Nummer eins
Ob zu Lande oder in der Luft, ob auf der Schiene, der Straße oder auf dem Wasser – wer sich bewegt, nutzt Technologie aus Niedersachsen. Mit Volkswagen und Continental haben zwei der führenden Betriebe der Autoindustrie ihren Sitz in Niedersachsen, eingebettet in ein enges Netz von Zulieferern. Das „Autodreieck“ zwischen Wolfsburg, Hannover und Braunschweig gehört mit seinem Know-how zu den größten und produktivsten Ballungsräumen der Automobilwirtschaft, verbunden mit einer dichten Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur. Im Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik entstehen z.B. Autos, die selbst steuern können. Damit die Elektromobilität auf die Straßen gelangt, konstruieren Niedersachsen Motoren, Elektronik und Batterien. Für die spritsparenden und federleichten Autos und Flugzeuge der Zukunft forschen und fertigen über 90 Firmen im CFK Valley Stade. Die Wissenschaftler und Firmen hier sind Europas Leichtbauspezialisten. Modernste Nahverkehrszüge und Straßenbahnen von Alstom in Salzgitter fahren auf Schienen in ganz Europa, die schönsten und größten Kreuzfahrtschiffe gehen von der emsländischen Meyer Werft auf Weltreise, Airbusse verfügen über Flügel und Rumpf aus den niedersächsischen Flugzeugwerken, und die Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig und Göttingen sorgen dafür, dass Flugzeuge und Autos sicher und leise unterwegs sind. Und am Forschungsflughafen in Braunschweig entwickeln und testen Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam neue Möglichkeiten der Luftverkehrskontrolle und moderne Anwendungen der Satellitennavigation.Land voller Energie
Alt und neu, das sind im Energieland Niedersachsen keine Gegensätze. Der Raum Celle ist die Wiege der deutschen Erdölindustrie. Hier wurde im Frühjahr 1859 eine der weltweit ersten erfolgreichen Erdölbohrungen durchgeführt. Heute stammen rund ein Drittel der deutschen Erdölförderung und etwa 95 Prozent der deutschen Erdgasförderung aus Niedersachsen; Celle ist bis heute das technische Zentrum, in dem unter anderem der Weltkonzern Baker Hughes seine innovative Fördertechnik entwickelt. Hannover ist die Denkzentrale für eines der größten Energieunternehmen. E.ON plant und entwickelt hier die Kraftwerke der Zukunft. Auch bei den erneuerbaren Energien hat Niedersachsen eine Spitzenposition, insbesondere bei der Nutzung von Wind und Biomasse und der Entwicklung der dafür nötigen Technik. Von hier aus haben zum Beispiel Enercon und GE Energy den Weltmarkt für Windenergieanlagen erobert; vor der Küste Niedersachsens sind die ersten Offshore-Windparks im tiefen Nordseewasser entstanden. Im weltweit einzigartigen Wirtschafts- und Forschungsnetzwerk Windpower-Cluster haben sich mehr als 300 Unternehmen und Institutionen zusammengeschlossen, vom Windanlagenbauer bis zum Dienstleister, von der Werft bis zum Hochschul- und außeruniversitären Forschungsinstitut. Ihr Ziel: Sie wollen ihre Erfahrung in der Windenergie an Land, in der maritimen Wirtschaft, Logistik und Automation für die Erschließung des Offshore-Marktes nutzen. Die Biogasanlagen der Marktführer MT Energie und Envitec verarbeiten weltweit Biomasse zu Strom und Gas.


