Frisch zur CeBIT: Das Magazin Nr. 6
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Sie kennen es vom Plätzchen backen: Der rohe Teig klebt an Fingern und auf der Arbeitsfläche. Auch industrielle Großbäckereien ärgert das Problem, besonders fettige Leckereien wie Croissants pappen oft auf Transportbändern an. Deshalb haben Mitarbeiter der hannoverschen Forbo Siegling GmbH ein Band entwickelt, auf dem Teig deutlich weniger festklebt. Bis zu 50 Prozent Mehl auf ihren Prozessbändern sparen die ersten europäischen Bäckereien, bei denen die neuen Bänder laufen.
Seide für den Teig
Eine innovative Kunststoff-Beschichtung mit einer seidenartigen, feinstrukturierten Oberfläche sorgt für den Antihaft-Effekt. Bisher war dafür reichlich Mehl als Trennmittel zwischen den herkömmlichen Filz- oder Baumwollbändern und den Teiglingen nötig. Durch die Einsparung des Weizenpulvers senken die neuen Bänder nicht nur die Kosten, sondern verkürzen und vereinfachen auch ihre Reinigung.
Nudeln, Briefe und Jogger bewegen
Die Bänder aus Hannover bringen nicht nur Schwung in die Produktion, unterwegs übernehmen sie auch verschiedenste Funktionen wahr. In Großbäckereien zum Beispiel laufen zwei Bänder V-förmig aneinander vorbei. Dabei bewegen sie den Teig mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und rollen ihn so in Brotform.
Die niedersächsischen Transportelemente sind fast ausschließlich Spezialanfertigungen, die nicht nur in der Lebensmittelindustrie im Einsatz sind. Sie transportieren Nudeln, bewegen Briefe in Verteilzentren oder sind als Laufband im Fitnessstudio wieder zu finden. Allerdings setzten sie nur leichte Produkte in Bewegung, die Firma Forbo Siegling fertigt keine schweren und dicken Gummi-Matten. Die Firma gehört zu den drei führenden Herstellern von Transport- und Prozessbändern weltweit.
Niedersachsen, Innovation, Wirtschaft