Frisch zur CeBIT: Das Magazin Nr. 6
Lesen Sie die sechste Ausgabe "Innovatives Niedersachsen. Das Magazin" mit dem Schwerpunkt Informationstechnologie!
Download

Effizient düngen ist eine Wissenschaft für sich. Damit das richtige Maß an Nährstoffen genau bei der Pflanze landet und möglichst kein Überschuss ins Grundwasser gelangt, entwickeln Spezialisten die Ausbringung immer weiter. Ingenieure der Firma Kotte Landtechnik haben eine spezielle Technik der Gülleausbringung perfektioniert, damit Landwirte keinen mineralischen Zusatzdünger mehr brauchen. Der sogenannte „PreMaister“ spritzt die nährstoffreiche Brühe nur dort in die Erde, wo im nächsten Arbeitsschritt Mais gesät wird. Dadurch minimiert die effiziente und umweltschonende Technik den Nährstoffaustrag ins Grundwasser.
Saat im Düngerbett
Die Landmaschine legt die Gülle in acht Reihen mit einem Abstand von je 75 Zentimetern im Boden ab. Anschließend formt die Maschine den Boden darüber zu kleinen Dämmen. So können die Nährstoffe vom Mais optimal genutzt werden und es gibt keine Ammoniakverluste in die Luft. Durch die kleinen Erdhaufen sind Landwirte nicht mehr auf GPS-Technik angewiesen, um die gedüngten Reihen bei der Aussaat wieder zu finden.
Ohne Chemikalien düngen
Erste Versuche mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zeigen, dass die reine Gülledüngung den Vergleich zur zusätzlichen Kunstdüngung nicht scheuen muss, der Maisertrag ist nahezu gleich. Der Verzicht auf mineralischen Dünger macht sich auch im Geldbeutel bemerkbar: Überschlägig konnte bei Gesprächen mit Praktikern eine Ersparnis von 30 bis 50 Euro pro Hektar ermittelt werden. Mit der neuen Technik soll außerdem weniger Gülle ins Grundwasser gelangen. Da der flüssige Mist frühzeitig im Boden umgesetzt wird, kann er nicht so leicht weggespült werden.
Niedersachsen, Innovation, Landwirtschaft, Agrartechnik